Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 6/2019, 25.06.2019

Geschäfte sollen unverkäufliche Lebensmittel abgeben

Autor: Simon Gröflin

Nationalrätin Martina Munz hat am letzten Freitag eine Motion eingericht. Gefordert wird eine erleichterte Abgabe von unverkäuflichen Lebensmitteln in den Ladengeschäften an gemeinnützige Organisationen. Der Schutz der Gesundheit soll dabei jederzeit gewährleistet sein. Konkret beinhaltet die Forderung die kostenfreie Abgabe geniessbarer Lebensmittel bei Ladenschluss an zertifizierte gemeinnützige Organisationen. Darunter fallen sollen geniessbare Lebensmittel wie Tagesfrischprodukte oder Lebensmittel, die wegen des Mindesthaltbarkeitsdatums am nächsten Tag nicht mehr verkauft werden dürfen. Im Kern der Motion geht es aber auch um Food Waste. Die Lebensmittel würden immer noch aufwändig entsorgt und mit Waschpulver, Kaffeesatz oder anderen Vergällungsmitteln ungeniessbar gemacht.

Die Motion wurde bereits stillschweigend angenommen. Nun geht die SP-Nationalrätin damit an den Ständerat. Kommt von dieser Seite ebenfalls die Zustimmung, sollen den gemeinnützigen Organisationen nur noch geniessbare Lebensmittel bei Ladenschluss überlassen werden. Laut einer Schätzung des Bafu wird jährlich rund eine Tonne an Lebensmitteln weggeworfen.



SP-Nationalrätin Martina Munz war erfolgreich bei einer Food-Waste-Motion. Der Nationalrat nahm diese am letzten Freitag diskussionslos an. (Pixabay/filmbetrachterin)