Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 6/2019, 30.07.2019

Importeier in verarbeiteten Lebensmitteln nun auch erfasst

Autor: LID

Der Fachbereich Marktanalyse des Bundeamtes für Landwirtschaft (BLW) hat erstmals analysiert, wie viele Eier in verarbeiteten Lebensmitteln in die Schweiz gelangen.

2018 konsumierte die Schweizer Bevölkerung 181 Eier pro Person, wie der Fachbereich Marktanalyse des BLW schreibt. Diese Zahlt setzt sich zusammen aus der inländischen Eierproduktion, dem Eierimport abzüglich des Eierexports, geteilt durch die durchschnittliche Bevölkerungszahl.

Was darin nicht enthalten ist, sind Eierimporte aus verarbeiteten Lebensmitteln wie beispielsweise Backwaren. Diese sogenannten versteckten Importe hat das BLW nun versucht zu berechnen. Die Analyse wird gestützt auf Aussenhandelsdaten der Eidgenössischen Zollverwaltung. Die dabei errechneten Werte seien jedoch lediglich Schätzwerte, schreibt der Fachbereich Marktanalyse.

Dabei stellte sich heraus, dass immer mehr Eier durch verarbeite Lebensmittel in die Schweiz gelangen. «Insgesamt machen versteckte Eierimporte aus Lebensmittelzubereitungen schätzungsweise rund 7,5 Prozent des gesamten Eierangebots aus», schreibt das BLW.

Dies bedeutet, dass der Schweizer Pro-Kopf-Konsum für das Jahr 2018 um 15 Eier auf 196 Eier steigt. Die Schweizer Bevölkerung konsumiert damit aber immer noch weniger Eier als Deutschland oder Österreich mit einem Pro-Kopf-Konsum von 230 Eiern pro Jahr.



Das BLW hat erstmals analysiert, wie viele Eier in verarbeiteten Lebensmitteln in die Schweiz gelangen. (Bild: Pixabay)