Eine Publikation der Swissprofessionalmedia AG
Ausgabe 9/2019, 09.09.2019

«Nutriscores fördern gesunde Ernährung nicht»

Autor: LID

Auf Social Media kursieren viele verschiedene Ernährungsinformationen und in den Läden gibt es diverse Nährwerttabellen. Jedoch sei einzig eine personalisierte Ernährungsempfehlung richtig, sagen die Ernährungsexperten. Im Zentrum der 25. Ausgabe des Swissmilk-Symposiums für Ernährungsfachleute stand die Diskussion, wie Ernährung die Gesundheit beeinflussen kann.

Wie die Schweizer Milchproduzenten (SMP) in einer Mitteilung schreiben, kamen die Referenten zum Schluss, dass Ernährungsexperten ihr Wissen stärker auf Social Media teilen müssen. Damit sollen sie einen Gegenpol zu den Influencern bieten, welche oft ohne ernährungswissenschaftliche Ausbildung Ernährungstipps geben. Am Ende sei jedoch einzig eine personalisierte Ernährungsempfehlung richtig, da der individuelle Lebensstil und der Körperstatus einen sehr grossen Einfluss haben.

Weiter heisst es in der Mitteilung, dass Nährwerttabellen und Nutriscores nur dazu führten, dass die Industrie die Rezepturen ihrer Produkte so anpasse, dass diese eine bessere Beurteilung erhielten. Konsumentinnen und Konsumenten entschieden aber häufig intuitiv, ob ein Produkt gesund sei. Für eine gesunde Ernährung seien aber nicht einzelne Lebensmittel, sondern eine ausgewogene Ernährung zentral.



Eine ausgewogene Ernährung ist gesund. (Symbolbild/pixabay)