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Bioqualität beim Getreide und Ölsaaten nimmt zu

Die Erntemengen der Ölsaaten und Eiweisspflanzen werden tiefer eingeschätzt als noch im März. Damit
Bild: Swissgranum

Beim Brotgetreide in Bioqualität wird sich die Menge heuer um 13 Prozent steigern.

Swiss Granum schätzt die Ernte 2021 per Ende Mai auf rund 447’000 t backfähiges Brotgetreide (inkl. allfällig nicht backfähiges Brotgetreide), rund 490’000 t Futtergetreide (exkl. allfällig nicht backfähiges Brotgetreide), knapp 18’000 t Eiweisspflanzen und 103’000 t Ölsaaten. Die Trockenheit in den Monaten März und April und das nasse und kalte Wetter im Mai wurde bei den Ertragserwartung der einzelnen Kulturen unterschiedlich berücksichtigt. Erstmals enthalten ist auch eine Schätzung der Bio-Anteile der einzelnen Kulturen.

Backfähiges Brotgetreide

Die Hartweizenfläche wird wie das übrige Getreide für die Nahrungsmittelproduktion separat ausgewiesen und beträgt 800 ha (+ 33.3%). Die Erntemenge an backfähigem Brotgetreide 2021 wird insgesamt auf ca. 447’000 t geschätzt und liegt damit nur unwesentlich unter der Vorjahresmenge. Von dieser Menge fallen rund 35’000 t in Bioqualität an, was einer Steigerung des Biobrotgetreides gegenüber dem Vorjahr von 13% entspricht.

Futtergetreide

Beim Futterweizen ist mit 75’000 t eine um 14.2% grössere Erntemenge als im Vorjahr zu erwarten. Die Gerstenernte wie auch die Erntemengen von Triticale und Hafer werden in einer ähnlichen Höhe wie 2020 erwartet. Die Futtergetreideernte 2020 wird insgesamt auf rund 490’000 t geschätzt, davon 7.4% in Bioqualität.

Ölsaaten / Eiweisspflanzen

Die Erntemengen der Ölsaaten und Eiweisspflanzen werden tiefer eingeschätzt als noch im März. Damit wird der Stand der Kulturen berücksichtigt und beim Raps aufgrund der Witterung die Ertragserwartung reduziert. Insgesamt dürfte die Eiweisspflanzenernte mit knapp 18’000 t verglichen mit dem Vorjahr etwas höher ausfallen. Die Ölsaatenernte wird mit insgesamt 103’000 t um knapp 3% tiefer eingeschätzt als im vergangenen Jahr. Von dieser Erntemenge entfallen in diesem Jahr 85’000 t auf die Raps- und 12’500 t auf die Sonnenblumenproduktion. Damit wird der Bedarf nach einheimischem Raps voraussichtlich auch in dieser Ernte nicht gedeckt werden können. Der Bio-Anteil an der Ölsaatenmenge bewegt sich mit 2.9% weiterhin auf sehr tiefem Niveau.

Die Schätzungen sind derzeit noch provisorisch. Für eine Gesamtbeurteilung müssen die weiteren Erhebungen von Swiss Granum abgewartet werden.