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Die Agrar-Initiativen knapp vor einem Nein

Zahlreiche Verbände wie der Bauernverband, Swiss Granum oder die Schweizer Milchproduzenten SMP lehnen die Agrar-Initiativen klar ab.
Bild: Raphael Rychetsky, Unsplash

Die SRG hat eine Umfrage betreffend der Abstimmungsvorlagen vom 13. Juni in Auftrag gegeben

Die SRG hat eine Umfrage betreffend der Abstimmungsvorlagen vom 13. Juni in Auftrag gegeben und diese am 1. Juni 2021 publiziert. Daraus geht hervor, wäre bereits am 22. Mai abgestimmt worden, wären die beiden Agrar-Initiativen abgelehnt worden.

Stadt-Land-Graben bei Trinkwasser-Initiative

Die Volksinitiative «für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung» wäre drei Wochen vor dem Abstimmungssonntag mit 53 Prozent abgelehnt worden. Da in den meisten gesellschaftlichen und politischen Gruppen der Trend in Richtung Nein verläuft, zeichnen sich dort im Mai weniger deutliche Gräben ab. Der deutliche Stadt-Land-Graben bleibt allerdings bestehen.

Auch klarer Rückgang bei der Initiative Pestizidverbot

Die Volksinitiative «für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» wäre gegen Ende Mai mit 51 Prozent abgelehnt worden. Der typische Verlauf von Volksinitiativen erfasst somit auch diese Vorlage. Die knappere Situation als bei der Trinkwasser-Initiative kommt insbesondere durch einen etwas weniger deutlichen Nein-Trend zustande.

Zahlreiche Verbände wie der Schweizer Bauernverband, Swiss Granum oder die Schweizer Milchproduzenten SMP lehnen die Agrar-Initiativen klar ab. Letzterer befürchtet laut einer Mitteilung, dass die Kosten für Schweizer Käse steigen, die Importe generell massiv begünstigt und die Exporte erschwert würden. Oder Swiss Granum befürchtet, dass die Initiativen die inländische Produktion und Verarbeitung der Wertschöpfungsketten Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen reduzieren und gefährden. Zudem geht Swiss Granum davon aus, dass sich die Importe sowie den Einkaufstourismus erhöhen und so die Umweltbelastung ins Ausland verlagern.

Ja-Mehrheit bei Nein-Trend beim CO2-Gesetz

Zum CO2-Gesetz schreibt die SRG: Verglichen mit der ersten SRG-Umfrage ist der Ja-Anteil der Stimmenden auf 54 Prozent gesunken. Ein Nein-Trend zeigt sich besonders deutlich in ländlich geprägten Gebieten sowie bei tiefen bis mittleren sozialen Schichten. Lediglich knapp ist die Unterstützung neu bei den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern im mittleren Alter.