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Die Nachfrage nach Olivenöl nimmt zu

Die stetig steigende Nachfrage wird im kommenden Wirtschaftsjahr zu höheren Ölpreisen führen.
Bild: Melina Kiefer, Unsplash

Die Olivenernte weltweit wird auf 303 Millionen Tonnen geschätzt, das ist ein Rekordjahr.

Der globale Olivenölmarkt belief sich im Jahr 2019 auf 13,03 Milliarden US-Dollar und wird bis 2027 voraussichtlich 16,64 Milliarden US-Dollar erreichen mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 3,2 %, das schreibt Oleificio Sabo in einer Mitteilung. Auf Europa entfällt die Hälfte des weltweiten Verbrauchs, der in den kommenden Jahren voraussichtlich im asiatisch-pazifischen Raum und in Nordamerika aufgrund von Veränderung der Ernährungsgewohnheiten und gesundheitlichen Aspekten an Bedeutung gewinnen wird.

Das wachsende Gesundheitsbewusstsein und die gesundheitlichen Vorteile von Olivenöl mit seinen wertvollen Omega-Fettsäuren trägt dazu bei, dass die Nachfrage in den kommenden Jahren hoch bleibt. Ein weiterer Faktor, der sich auf das Marktwachstum auswirkt, ist die wachsende Beliebtheit der mediterranen Küche in der ganzen Welt, wo Olivenöl ein fester Bestandteil ist. Diese Faktoren tragen dazu bei, dass die Nachfrage nach Olivenöl in der ganzen Welt hoch ist und die Anbauer laufend die Anbauflächen für alle Sorten ausdehnen.

Menge verdoppelt

Die Einfuhren von Olivenöl in die Schweiz zeigen ebenfalls stark nach oben: In den letzten 20 Jahren sind sie von 7847 auf 19’090 Tonnen gestiegen. Die Hälfte, der in die Schweiz importierten Olivenölmenge stammt aus Italien. Im Jahr 2020 hat die Schweiz 19’090 Tonnen Olivenöl im Wert von 101,5 Millionen Franken importiert und damit erstmals die 100 Millionen Grenze überschritten. Eine langfristige Betrachtung zeigt, dass die Nachfrage nach Olivenöl steigt und die Einfuhr seit Jahrzehnten zunimmt. In den letzten 20 Jahren ist die Menge um das Zweieinhalbfache gestiegen.

Der weltweite Verbrauch von Olivenöl nimmt aufgrund seiner positiven Auswirkungen auf die Gesundheit und der Beliebtheit der mediterranen Küche stetig zu. Infolgedessen stieg der Wert der weltweiten Olivenölkäufe in den ersten sechs Monaten des Jahres 2021 um 5 %.

Der stärkste Anstieg der Einfuhren war in Asien zu verzeichnen, aber auch die Vereinigten Staaten haben grosses Interesse bekräftigt und schätzen die mediterrane Herkunft. Als weitere grosse Abnehmer haben sich Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Japan bestätigt.

Die stetig steigende Nachfrage wird im kommenden Wirtschaftsjahr zu höheren Ölpreisen führen, denn obwohl die Weltproduktion leicht ansteigt, werden in den meisten Förderländern Engpässe bei den Vorräten des Vorjahres erwartet, was zu Beginn der neuen Verhandlungen zu Spannungen führen wird.

Hinzu kommt, dass die tatsächlichen Ölproduktionszahlen in Spanien und Tunesien geringer ausfallen als noch vor einigen Wochen geschätzt, so dass mit einem weiteren Anstieg des Preises für natives Olivenöl extra zu rechnen ist.