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«Eine Einschleppung ist mit allen Mitteln zu verhindern»

«Eine Einschleppung ist mit allen Mitteln zu verhindern»
Das Wildschwein kann die ASP übertragen.
Bild: Pixabay

Die Afrikanische Schweinepest hat sich in Osteuropa festgesetzt und steht vor der deutschen Grenze. Die oberste Priorität in der Schweiz lautet, die Einschleppung zu verhindern.

Das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) erachtet die Gefahr als gross, dass es die ASP in die Schweiz schafft. Das Radar Bulletin zur Tierseuchenlage stuft das Risiko seit längerem als rot und damit in der obersten Stufe ein.

Die Schweizer Schweinebranche ist seit einiger Zeit daran, das Risiko einer Einschleppung und Verbreitung zu minimieren. «Eine Einschleppung ist mit allen Mitteln zu verhindern», macht Adrian Schütz von Suisseporcs klar. Suisseporcs betreibe mit Hilfe von Bund und Kantonen viel Aufklärungsarbeit und Sensibilisierung bei den Schweinehaltern, Mitarbeitenden und der Bevölkerung. «Es braucht Verständnis von allen für die erhöhten Biosicherheitsmassnahmen in den Schweinehaltungen», so Schütz. Die Betriebe investieren seinen Angaben zufolge bereits aktuell vermehrt in die Biosicherheit, um gewappnet zu sein.

Wenn ein Seuchenausbruch sofort gemeistert werden könne, wäre der Schaden für die Branche verkraftbar, sagt Adrian Schütz. Aber für die betroffenen Bauernfamilien würde dies einen Totalausfall von ein bis zwei Jahren Verdienst aus der Schweinehaltung darstellen. Anders sähe es bei einer unkontrollierten Virusverbreitung aus. «Was das volkswirtschaftlich für Folgen hat, sieht man in Osteuropa und in Asien», sagt er.