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Emmi übertrifft beim Umsatz 4-Milliarden-Marke

Der Hauptsitz von Emmi in Luzern.
Bild: zVg

Die Emmi Gruppe steigert ihren Umsatz um 8,1 Prozent auf 4'230 Millionen Franken und übertrifft damit erstmals die 4-Milliarden-Schwelle.

Das breit abgestützte und stärker als erwartete organische Wachstum von 7 Prozent reflektiere die konsequente Strategieumsetzung und die differenzierten Marktpositionen mit innovationsstarken Markenkonzepten, einer diversifizierten geografischen Präsenz und einem ausgewogenen Produkte- sowie Kundenportfolio, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.

Emmi erwirtschaftete im Jahr 2022 einen Nettoumsatz von 4'230 Millionen Franken (Vorjahr: 3'911,9 Millionen Franken). Das Umsatzwachstum von 8,1 Prozent (Vorjahr: 5,6 Prozent) setzt sich zusammen aus einem organischen Zuwachs von 7,0 Prozent, einem positiven Akquisitionseffekt von 2,1 Prozent und einem negativen Währungseffekt von 1,0 Prozent. Das preisgetriebene organische Wachstum liegt über den eigenen Erwartungen (5 bis 6 Prozent).

Das Auslandgeschäft zeigt weiterhin eine hohe Dynamik mit einem organischen Wachstum von 13,1 Prozent in der Division Americas und 6,7 Prozent in der Division Europa. Mit einem organischen Wachstum von 2,9 Prozent war die Entwicklung auch in der Division Schweiz positiv. Nebst der Schweiz haben die USA und weitere wichtige Wachstumsmärkte einen wesentlichen Beitrag zum organischen Wachstum geleistet.

Den historisch hohen Input-, Energie- und Logistikkosten sowie den anhaltenden wirtschaftlichen Verwerfungen entgegnet Emmi mit einem disziplinierten und vernetzten Einkaufs- und Kostenmanagement, beschleunigten Exzellenz- und Effizienzprogrammen sowie massvollen Verkaufspreisanpassungen, heisst es weiter. Der Einfluss der Inflation auf die Konsumstimmung und die einhergehende Kaufkraftreduktion sei in mehreren Märkten spürbar. Besonders hart davon betroffen sei der Bio-Molkereiproduktmarkt in Deutschland, was zu strukturellen Marktveränderungen führe. «Diese Entwicklung belastet den Geschäftsverlauf der Gläsernen Molkerei zusätzlich und trübt deren mittelfristige Zukunftsaussichten, was in der Konsequenz zu einer ausserplanmässigen Wertberichtigung des Anlagevermögens in der Höhe von rund 13 Millionen Franken führt», schreibt der Milchverarbeiter.

Für das Geschäftsjahr 2022 rechnet Emmi erwartungsgemäss mit einem um die erwähnte Wertberichtigung bereinigten Betriebsergebnis auf Stufe EBIT am unteren Ende der per Halbjahr kommunizierten Bandbreite (265 bis 280 Millionen Franken). Die um die Wertberichtigung bereinigte Reingewinnmarge dürfte ebenfalls im unteren Bereich der angestrebten Bandbreite (4,5 Prozent bis 5 Prozent) zu liegen kommen.