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Futtergetreide und Eiweisspflanzen deutlich teurer

Die Richtpreise aller Kulturen steigen im Vergleich zum Vorjahr um Fr. 3.– / 100 kg.
BIld: Agroscope

Die Kommission «Markt-Qualität Getreide» von swiss granum hat die Richtpreise für Futtergetreide und Eiweisspflanzen der Ernte 2022 festgelegt. Die Richtpreise aller Kulturen steigen im Vergleich zum Vorjahr um Fr. 3.– / 100 kg.

Die Kommission «Markt-Qualität Getreide» von swiss granum beschloss laut eigenen Angaben an der Maisitzung die Richtpreise für Futtergetreide und Eiweisspflanzen der Ernte 2022. Diese steigen im Vergleich zum Vorjahr für alle Futtergetreide und Eiweisspflanzen um Fr. 3.– / 100 kg. Der Entscheid zu Gunsten der Getreideproduzenten kam mit Unterstützung der in swiss granum vertretenen Tierhalterorganisationen zustande. Denn der Mehrpreis deckt einerseits einen Teil der gestiegenen Produktionskosten der Getreideproduktion. Gleichzeitig führt dies andererseits zu Mehrkosten bei der Nutztierhaltung. Die festgelegten Richtpreise sorgen für Stabilität im Futtergetreidemarkt. Zusammen mit den Übernahmebedingungen von swiss granum bilden sie die Grundlage für die Vermarktung der diesjährigen Ernte.

Um die Anbaubereitschaft und damit die Futtergetreideproduktion in der Schweiz längerfristig zu erhalten und sicherzustellen, sind vor dem Hintergrund der Umsetzung der Absenkpfade weitere Anstrengungen nötig. Die Erhöhung der Richtpreise ist ein Bekenntnis zur Versorgung des Marktes mit Schweizer Futtermittelrohstoffen und ein wichtiger Bestandteil für eine glaubwürdige inländische Fleisch- und Eierproduktion.

Die Richtpreisrunde der Bio Suisse zur Festlegung der Richtpreise für Bio-Futtergetreide findet am 17. Mai 2022 statt. Die Ernterichtpreise für Brotgetreide werden von swiss granum am 28. Juni 2022 festgelegt.