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Gemüse- und Obstverbände wehren sich gegen Einkaufstourismus

Gemüse- und Obstverbände wehren sich gegen Einkaufstourismus
Gemüse- und Obstverbände zeigen sich enttäuscht darüber, dass der Einkaufstourismus direkt nach Wiedereröffnung der Grenzen wieder voll eingesetzt hat.
Bild: Pixabay

Sofort nach dem Lockdown hat der Einkaufstourismus in den Grenzregionen wiedereingesetzt. Obst- und Gemüseverbände fordern deshalb eine Freigrenze pro Tag und Person.

Am 30. Oktober wird sich der Nationalrat im Rahmen zweier Standesinitiativen und einer Motion mit dem Thema Einkaufstourismus befassen, schreiben der Verband Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP), Swisscofel, Schweizer Obstverband (SOV), die Vereinigung Schweizer Kartoffelproduzenten (VSKP) und die Schweizerische Vereinigung für einen starken Agrar‐ und Lebensmittelsektor (SALS) in einer gemeinsamen Mitteilung.

Während des Corona-Lockdowns im Frühjahr sei der Einkaufstourismus für einige Wochen unterbunden gewesen. Die Grossverteiler und Hofläden wurden deshalb mit Anfragen überrannt, doch Produktion und Handel schafften es unter grossem Arbeitseinsatz die Versorgung jederzeit zu gewähren. Doch leider habe sofort nach den Lockerungen der Einkaufstourismus wieder voll eingesetzt.  

Dass Schweizer Produzenten und Grosshändler die Kosten bei zentralen Produktionsfaktoren (wie Struktur- und Arbeitskosten) entscheidend senken könnten, sei nicht möglich, heisst es weiter. Es müsse andere Wege zur Stärkung der inländischen Nahrungsmittelproduktion geben. Die Verfasser der Mitteilung verweisen hierbei auf den Grenzschutz. Doch damit dieser greife, wäre es zwingend, heisst es in der Mitteilung, die wertmässige Freigrenze im Reiseverkehr für Lebensmittel auf beispielsweise 50 Franken pro Person.