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Körnermais Ernte 2020: wenig Mykotoxin

Trotz des Nachweises in fast jeder analysierten Körnermaisprobe war das Deoxynivalenol-Belastungsniveau in der Ernte 2020 tief bis mittel.
Foto: Agroscope

Swiss Granum überprüft in Zusammenarbeit mit Agroscope im Rahmen eines Monitorings die Mykotoxin-Belastung bei Körnermais nach der Ernte.

Trotz des Nachweises in fast jeder analysierten Körnermaisprobe war laut einer Mitteilung von Swiss Granum das Deoxynivalenol-Belastungsniveau in der Ernte 2020 tief bis mittel. Das Belastungsniveau für Fumonisine war tief und dasjenige für Zearalenon mittel.

Die in einem nationalen Netzwerk von 24 Sammelstellen entnommenen Proben wurden mittels ELISA-Tests auf das Vorkommen der Mykotoxine Deoxynivalenol (DON), Zearalenon (ZEA) und Fumonisine (FUM) untersucht. Die detaillierten Analyseergebnisse sind auf www.swissgranum.ch verfügbar.

Das Mykotoxin DON wurde in fast jeder analysierten Proben nachgewiesen (DON > 0.2 ppm bzw. mg/kg). Von gesamthaft 48 analysierten Proben wiesen 73% einen DON-Gehalt zwischen 0.2 und 0.5 mg/kg auf. 19% der Proben lagen zwischen 0.5 und 1 mg/kg und eine Probe (2%) enthielt über 1 mg/kg (1.2 mg/kg). Der Durchschnitt aller analysierten Proben lag bei 0.38 mg/kg. Das Belastungsniveau 2020 ist somit tiefer als das von 2019 (1.55 mg/kg) und der letzten fünf Jahre (0.55 mg/kg).

Fumonisine wurden im Körnermais der Ernte 2020 seltener nachgewiesen als im Jahr 2019. Von gesamthaft 48 analysierten Proben wiesen 52% der analysierten Proben keine Belastung oder Gehalte unterhalb der Nachweisgrenze auf (FUM < 0.2 ppm resp. mg/kg). 35% zeigten FUM-Gehalte zwischen 0.2 und 0.5 mg/kg, 8% zwischen 0.5 und 1 mg/kg, 2% zwischen 1 und 2 mg/kg und eine Probe (2%) enthielt mehr als 4 mg/kg (4.3 mg/kg). Der Durchschnitt lag bei 0.30 mg/kg und liegt somit unter demjenigen von 2019 (0.86 mg/kg) und der letzten fünf Jahre (0.58 mg/kg).

Aus Kostengründen wurde die ZEA-Belastung nur bei Proben analysiert, die einen DON-Gehalt über 0.3 mg/kg aufwiesen. Von gesamthaft 28 auf ZEA analysierten Proben wiesen lediglich 18% keine Belastung oder Gehalte unterhalb der Nachweisgrenze auf (ZEA < 0.002 ppm resp. mg/kg). 29% der Proben zeigten ZEA-Gehalte zwischen 0.002 und 0.005 mg/kg, 43% zwischen 0.005 und 0.01 mg/kg und zwei Proben (11%) enthielten über 0.1 mg/kg (0.175 und 0.440 mg/kg). Der Durchschnitt lag bei 0.066 mg/kg und lag somit deutlich unterhalb desjenigen von 2019 (0.150 mg/kg).