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Nachhaltige Ernährung dank genetischer Vielfalt

Die pflanzengenetischen Ressourcen dienen als Ausgangsmaterial, um das vorhandene Saatgut zu verbessern und neues Saatgut zu entwickeln.
Bild: Markus Spiske, Unsplash

Vom 19. bis 24. September 2022 nimmt die Schweiz am Treffen des Lenkungsorgans des internationalen Vertrags über pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft in Neu-Delhi teil, um die Biodiversität in der Landwirtschaft zu fördern.

Eine aus Mitarbeitenden des Bundesamtes für Landwirtschaft bestehende Schweizer Delegation wird am Treffen des Lenkungsorgans des internationalen Vertrags über pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft vor Ort teilnehmen. Die Schweiz wird das Treffen dazu nutzen, ihr aktives Engagement zur Verbesserung der Mechanismen für den Zugang zu und den Austausch von genetischem Material sowie für die Aufteilung der sich aus dessen Nutzung ergebenden Vorteile zu bekräftigen. Damit soll auch die Saatgutforschung und -innovation unterstützt werden.

Die pflanzengenetischen Ressourcen dienen als Ausgangsmaterial, um das vorhandene Saatgut zu verbessern und neues Saatgut zu entwickeln. In den vergangenen gut 100 Jahren haben wir einen Rückgang der genetischen Vielfalt von Nutzpflanzen erlebt, weil traditionelle, lokale Kulturpflanzen nach und nach durch eine Handvoll moderner Sorten ersetzt wurden.

Der Vertrag wird ein weiteres Mal seine Fähigkeit unter Beweis stellen müssen, sich an die Entwicklungen in Wirtschaft und Forschung anpassen sowie zusätzliche finanzielle Mittel zur Unterstützung der Bemühungen der Entwicklungsländer beschaffen zu können. In diesem Zusammenhang soll eine neue Strategie für die Zusammenarbeit mit der Lebensmittelindustrie gutgeheissen werden, die mit unseren Zielen im Bereich der Transformation der Ernährungssysteme hin zu mehr Nachhaltigkeit übereinstimmt. Schliesslich unterstützt die Schweiz die Bemühungen, die nachhaltige Nutzung und die Erhaltung der Biodiversität stärker zu verknüpfen und damit den Beitrag des Agrar- und Lebensmittelsektors zur Umsetzung des neuen globalen Rahmens für die Biodiversität zu konsolidieren, über den derzeit im Zuge der Biodiversitätskonvention (Convention on Biological Diversity, CBD) verhandelt wird.

Der internationale Vertrag über pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft, der 2001 verabschiedet wurde und 2004 in Kraft trat, ist ein zentrales Instrument zur Förderung der Vielfalt der genetischen Ressourcen von Pflanzen, auf die die Bewirtschaftenden und Züchtenden angewiesen sind, um auf die globalen Herausforderungen Ernährungssicherheit, gesunde Ernährung und Klimawandel reagieren zu können.