chevron_left
chevron_right
News

Nutriswiss mit neuer Raffinationsanlage

Nutriswiss mit neuer Raffinationsanlage
Die Schweizer Spezialistin für Speiseöle und -fette, Nutriswiss AG, erweitert ihre Raffination mit einer neuen Anlage zur Kurzwegdestillation.
Bild: Nutriswiss

Die Schweizer Spezialistin für Speiseöle und -fette erweitert ihre Raffination mit einer neuen Anlage zur Kurzwegdestillation. Das Verfahren soll vor allem Fettsäuren bei besonders niedrigen Prozesstemperaturen isolieren.

Hitze begünstigt in der Regel die Bildung von Transfettsäuren, Glycidylfettsäureestern und Chlor-Fettsäureestern wie 3-MCPD. Durch den extrem niedrigen Druck der Kurzwegdestillation können jedoch hohe Temperaturen vermieden werden. Daher will Nutriswiss AG seit Mitte Juni ihre eigene Raffination mit einer neuen Anlage zur Kurzwegdestillation erweitern. Die Anlage nimmt eine siebenstöckige Halle ein und wurde in Zusammenarbeit mit dem Anlagenbauer VTA um ergänzende Prozesstechnik und eine eigens entwickelte Spezialtechnologie erweitert, wie Nutriswiss schreibt.

Zwei Tonnen Rohöl-Veredelung pro Stunde

Das Prinzip der Kurzwegdestillation sei laut Nutriswiss ausgereift. Zunächst im Fokus stehe die Lohnraffination von Palmöl. Im kontinuierlichen Betrieb können durchschnittlich zwei Tonnen je Stunde veredelt werden. Für jedes Öl werde vor, während und nach dem Verarbeitungsprozess ein umfassendes Profil mit über 30 verschiedenen Fettkennzahlen erstellt und ein individueller Prozessplan festgelegt.

Die Kurzwegdestillation befreit im Wesentlichen Palm-, Raps- und andere Rohöle schonend von Verunreinigungen wie Pestiziden, ohne dass sich Prozesskontaminanten bilden. Geschont werden sollen vor allem wertvolle Komponenten wie Mikronährstoffe und gleichzeitig soll die Ausbeute an Omega-3-Fettsäuren maximiert werden. Beim Reinheitsgrad, der Qualität und dem Nährstoffgehalt der so behandelten Öle wollen die Schweizer dank der Methode «neue Massstäbe» setzen.