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Schokolade-Export rückläufig

Schweizerinnen und Schweizer essen weniger inländische Schokolade.
Bild: Sigmund on Unsplash

Zwischen Jahresbeginn und Oktober 2020 ist der der Export von Schokolade im Vergleich zur Vorjahresperiode um 15,7% zurück gegangen.

Im Inlandmarkt werden immer mehr Schweizer Lebensmittel wie Schokolade, Biscuits oder Zuckerwaren von ausländischer Importware verdrängt, wie Chocosuisse mitteilt. Gleichzeitig werden mehr Investitionen für die Produktion im Ausland getätigt. Ein Grund für diese negative Entwicklung: Hohe Zölle und starre Rohstoffvorgaben der Swissness-Regulierung machen Schweizer Produkte zu teuer.

Besorgniserregender Umsatzrückgang

Während in der Agrarpolitik Stillstand und Protektionismus vorherrschen, kommen die Unternehmen in der Süsswarenbranche im Export und im Inlandmarkt immer stärker unter Druck. Die hohen Rohstoffkosten sowie die bürokratischen Swissness-Regeln stellen für den Produktionsstandort Schweiz eine hohe Belastung dar. Zwischen Jahresbeginn und Oktober 2020 ist der der Export von Schokolade im Vergleich zur Vorjahresperiode um 15,7% zurück gegangen. Die neusten verfügbaren Daten deuten auf eine weitere Verschlechterung hin. So ging im November der Export gegenüber dem Vorjahresmonat um über 20% zurück. Gleichzeitig hat die Menge der Importe zugenommen. Diese Entwicklung gefährdet den Produktionsstandort.

Massnahmen sind nötig

Der Agrarprotektionismus und der bürokratische Mehraufwand durch die Swissness-Regeln für Lebensmittel behindern den Produktionsstandort Schweiz. Gleichzeitig hat der Missbrauch der Swissness durch ausländische Hersteller nicht abgenommen, im Gegenteil. Deshalb sind folgende Massnahmen nötig: Vereinfachung der Regeln, Entkoppelung von der Agrarpolitik und Stärkung der Instrumente zur Durchsetzung der Swissness im Ausland.