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Sozialplan für Cremo-Mitarbeitende steht

Am 21. April 2021 kündigte Cremo die Schliessung ihres Standorts Steffisburg per 31. August an.
Bild: Web / Patric Spahni

Die Mitarbeitenden des Cremo-Standortes in Steffisburg, welcher geschlossen wurde, haben diverse Optionen.

Nach Verhandlungen zwischen Cremo und der Gewerkschaft Unia sowie Arbeitnehmervertreterinnen und -Vertretern konnte ein Sozialplan für die Mitarbeitenden unterzeichnet werden, die von der Schliessung des Standorts Steffisburg betroffen sind. Er beinhaltet die Möglichkeit zur Frühpensionierung, Abgangsentschädigungen, Massnahmen zur Wiedereingliederung, Unterstützung für ältere Mitarbeitende und zusätzliche Leistungen bei Härtefällen, das schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.

Am 21. April 2021 kündigte Cremo die Schliessung ihres Standorts Steffisburg per 31. August und die Entlassung von mehr als 40 Mitarbeitenden an. Cremo, die Unia und die Personalkommission haben im Rahmen des gesetzlichen Konsultationsverfahrens Verhandlungen geführt und sich auf einen fairen Sozialplan geeinigt. Der Sozialplan umfasst folgende Hauptpunkte:

Massnahmen zur Wiedereingliederung

Für Arbeitnehmende, welche innerhalb des Unternehmens nicht weiterbeschäftigt werden können oder für die keine gleichwertige Ersatzlösung bei anderen Unternehmen gefunden wird, sind unterstützende, von Cremo finanzierte Massnahmen zur Wiedereingliederung vorgesehen. Diese umfassen Kurse zur Erleichterung der beruflichen Wiedereingliederung sowie bei Bedarf individuelles Outplacement und Ausbildung.

Frühpensionierung ohne Einbusse

Frauen ab 61 und Männer ab 62 Jahren können ohne Nachteile in den Vorruhestand treten. Cremo stellt sicher, dass den betroffenen Personen ab dem Moment der Entlassung eine Rente in Höhe des projizierten Rentenniveaus im ordentlichen Rentenalter bezahlt wird.

Unterstützung für ältere Beschäftigte

Frauen ab 59 und Männern ab 60 wird vorrangig eine Stelle im Unternehmen angeboten. Falls die Weiterbeschäftigung bei Cremo unmöglich ist, sind Massnamen im Falle von Arbeitslosigkeit vorgesehen, um die Beibehaltung des Rentenniveaus zu sichern.

Abgangsentschädigungen

Cremo gewährt allen betroffenen Mitarbeitenden eine Grundentschädigung. Für Mitarbeitende, die am Stichtag der Schliessung ohne Anstellung sind oder von der Möglichkeit zur Frühpensionierung keinen Gebrauch machen, ist ferner die Bezahlung einer alters- und dienstjahrabhängigen Entschädigung vorgesehen.

Unterstützung bei Härtefällen

Bei individuellen Härtefällen verpflichtet sich Cremo dazu, zusätzliche Leistungen zu erbringen.

Faire Lösung dank Einbindung der Sozialpartner

Die Einigung wurde möglich durch das verantwortungsbewusste Handeln von Cremo und der durch die Gewerkschaft Unia unterstützten Arbeitnehmenden, die sich für eine faire Lösung eingesetzt haben. Der Ende Juli unterzeichnete Sozialplan zeigt, dass faire Lösungen erarbeitet werden können, wenn Belegschaft und Geschäftsführung miteinander reden und einander zuhören.

Erneuerung des GAV

Ungeachtet der Schliessung des Standortes Steffisburg haben sich Cremo und Unia darauf verständigt, den im Jahr 2014 abgeschlossenen Firmen-Gesamtarbeitsvertrag zu erneuern. Die diesbezüglichen Verhandlungen werden demnächst aufgenommen. Die Gewährleistung guter und verlässlicher Arbeitsbedingungen für die mehr als 700 Beschäftigten ist sowohl für Cremo als auch für die Unia eine Priorität. Sie bilden eine wesentliche Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.