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Task Force «Perspektive Berufslehre»

Wo Schnupperlehren oder Informationsveranstaltungen sind, helfen verschiedene Ersatzmassnahmen wie virtuelle Berufserkundungen oder Lehrstellenbörsen weiter.
Bild: Glenn Carstens-Peters on Unsplash

Der Bund will Jugendlichen und Betrieben gute Voraussetzungen für Berufswahl, Lehrstellenbesetzung und Berufsabschluss bieten.

Aufgrund der Auswirkungen von Covid-19 kann der Berufswahlprozess 2021 nicht überall im gewohnten Rahmen stattfinden. Wo Schnupperlehren oder Informationsveranstaltungen in direktem Kontakt nicht möglich sind, helfen verschiedene Ersatzmassnahmen wie virtuelle Berufserkundungen oder Lehrstellenbörsen weiter. Die Task Force «Perspektive Berufslehre» ruft alle Beteiligten auf, das vielfältige Angebot zu nutzen. Eine Übersicht findet sich unter anderem auf der Internetplattform www.berufsberatung.ch, wie das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) in einer Mitteilung schreibt.

Zurzeit ist die Besetzung der Lehrstellen für den Sommer 2021 im Gange. Erste verlässliche Zahlen über die Anzahl der abgeschlossenen Lehrverträge werden Anfang Februar 2021 vorliegen. Erste Einschätzungen aus den Kantonen per Ende November 2020 weisen jedoch darauf hin, dass die Lehrstellenbesetzung vergleichbar zu den Vorjahren verläuft. Bei Schliessungen von Lehrbetrieben ist es bisher weitestgehend gelungen, Jugendliche in bestehenden Lehrverhältnissen in andere Lehrbetriebe zu vermitteln, damit diese ihre berufliche Grundbildung nahtlos weiterführen können.

Die Task Force «Perspektive Berufslehre» setzt sich dafür ein, dass Jugendliche und Betriebe bei der Berufswahl bestmöglich ihre Entscheidungen treffen können. Durch den Austausch von Informationen und Good Practices auf der Internet-Seite der Task Force sowie durch das Aufzeigen konkreter Anwendungen und Projekte, wie der Berufswahlprozess in der aktuellen Situation unterstützt werden kann, sollen Jugendliche weiterhin Gelegenheit haben, Berufe möglichst praxisnah kennenzulernen und zu erleben. Für zusätzliche Massnahmen seitens der Kantone und Organisationen der Arbeitswelt steht der Förderschwerpunkt «Covid-19» des Bundes auch für Projekteingaben im Bereich Berufswahlprozess zur Verfügung.

Damit die Lernenden der beruflichen Grundbildung die Bildungsziele trotz den erschwerten Rahmenbedingungen erreichen, hat die Schweizerische Berufsbildungsämter-Konferenz SBBK Mitte Dezember Empfehlungen zuhanden der verantwortlichen kantonalen Stellen verabschiedet. Ziel ist es, die vorhandenen Spielräume für die Organisation der beruflichen Grundbildung (inkl. der Berufsmaturität) in den Betrieben, den Berufsfachschulen und den überbetrieblichen Kursen zu nutzen.

Jugendliche und Erwachsene, die eine Berufslehre absolvieren wollen, sollen auch 2021 einen vollwertigen, auf den Arbeitsmarkt abgestützten Berufsabschluss erlangen können. Auch die Kandidatinnen und Kandidaten der Berufsmaturität sollen diese ohne Abstriche abschliessen können. Am Spitzentreffen der Berufsbildung vom 9. November 2020 haben sich Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt gemeinsam dafür ausgesprochen, dass die Qualifikationsverfahren 2021 wenn immer möglich nach geltendem Recht durchgeführt werden sollen. Um nationalen und kantonalen Schutzbestimmungen gerecht zu werden und so die Durchführung der Prüfungen zu sichern, erarbeiten die Organisationen der Arbeitswelt und die Kantone vorgängig organisatorische Massnahmen. Die im Rahmen der Task Force erarbeitete Grundlage wird den politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern in Bund und Kantonen im Januar 2021 zur Genehmigung unterbreitet.

Die von WBF-Vorsteher Guy Parmelin im Mai 2020 eingesetzte und verbundpartnerschaftlich zusammengesetzte Task Force vereint die Kantone, die Sozialpartner sowie den Bund. Ihre Aufgabe ist es, den Lehrstellen- und Absolventenmarkt zu beobachten und wo nötig Massnahmen zu ergreifen.