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Teilzollkontingent für Butter wird um 1000 Tonnen erhöht

Das Teilzollkontingent wird umgehend zur Versteigerung ausgeschrieben, damit ab Anfang Juli 2021 importiert werden kann.
Bild: Sorin Gheorghita, Unsplash

Das Bundesamt für Landwirtschaft BLW hat entschieden, das Teilzollkontingent für Butter auf Antrag der Branchenorganisation Milch für das Jahr 2021 um weitere 1000 Tonnen zu erhöhen.

Die seit 2020 bestehende hohe Nachfrage nach Milchprodukten hat zu einer Knappheit an Butter auf dem Schweizer Markt geführt, schreibt das BLW in einer Mitteilung. Mit der zusätzlichen Importmenge von 1000 Tonnen soll die Versorgung, wenn möglich bis Ende Jahr, sichergestellt werden.

Die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus haben immer noch Auswirkungen auf die Nachfrage nach Butter im schweizerischen Detailhandel, und der Absatz bleibt nach wie vor hoch. Das inländische Angebot an Butter ist somit auch im laufenden Jahr zu klein, um die Nachfrage zu decken.

Da die Wertschöpfung der Käseproduktion grösser ist als bei der Produktion von Butter und Magermilchprodukten, wird ein Grossteil der leicht steigenden Milchproduktion weiterhin zu Käse verarbeitet. Durch das nasskalte Frühjahr wuchs weniger Futter auf den Weiden, so dass die Kühe weniger Milch produzierten als erwartet. Die Branche rechnet aufgrund ihrer Marktanalyse nach wie vor damit, dass die inländische Butter erst im Herbst 2021 zur Mangelware werden wird. Jedoch soll auch die zweite Importfreigabe bereits wesentlich früher erfolgen, um dem Handel und den Verarbeitungsbetrieben zu ermöglichen, jederzeit auch Schweizer Butter im Angebot zu haben oder zu verarbeiten.

Nach Abwarten der Statistiken des Monats April hat das BLW entschieden, auf den Antrag der Branchenorganisation Milch um Erhöhung des Teilzollkontingents «Butter und andere Fettstoffe aus der Milch» von 1000 Tonnen einzutreten.

Das Teilzollkontingent wird umgehend zur Versteigerung ausgeschrieben, damit ab Anfang Juli 2021 importiert werden kann. Die Importmenge ist im Vergleich zum Verbrauch relativ gering: Rechnet man mit einem Jahresverbrauch von 40’000 Tonnen Butter, reichen die 1000 Tonnen für den Bedarf von weniger als zehn Tagen.

Die Kommission der Branchenorganisation Milch, die sich mit den Butterimporten befasst, wird die Situation weiterhin analysieren. Weitere Gesuche um Erhöhung des Teilzollkontingents Butter bleiben möglich, falls die Situation auf dem Milchmarkt weiterhin angespannt bleibt.