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Tönnies verlängert Quarantäne

Tönnies verlängert Quarantäne
Nach wie vor befinden sich tausende Mitarbeiter des Tönnies-Schlachtkonzerns in Quarantäne.
Bild: Tönnies

Die Quarantäne für einige Angestellte des Schlachtbetriebs wird um zwei Wochen verlängert. Ausgenommen sind Menschen, die schon erkrankt waren. Betroffen sind aber nach wie vor tausende Mitarbeiter.

Das Gesundheitsministerium hat die Quarantäne für Mitarbeiter des Schlachtbetriebs Tönnies bis zum 17. Juli verängert. Ausgenommen sind Menschen, die schon erkrankt oder geheilt sind. Die Quarantäne gilt noch für Menschen, die zwischen dem 3. und 17. Juni an mindestens einem Tag auf dem Betriebsgelände gearbeitet haben. Jedoch müssen auch die Personen, die in Gemeinschaftsunterkünften oder Wohnungen leben, noch unter Quarantäne bleiben. Das betrifft im Kreis Verl alleine 400 Menschen, im Kreis Gütersloh noch mehrere Tausend, wie aus einer Agenturmeldung der DPA hervorgeht. Die Ausnahmen gelten für Personen, die bis zum 16. Juni positv getestet wurden, inzwischen als geheilt gelten oder in Unterkünften hausen, in denen alle negativ getestet wurden. 

Was macht die Schweiz anders? 

Allein in der deutschen Fleischfabrik Tönnies im Kreis Gütersloh, die etwa viermal so gross ist wie viele Schweizer Grossschlachtbetriebe, steckten sich in den vergangenen Wochen mehr als 1500 Beschäftigte an. Einer der Hauptunterschiede zu Deutschland besteht sicherlich auch darin, dass, obschon auch viele Osteuropäer von Subunternehmen in den gekühlten Hallen arbeiten, die Schweizer Fleischverarbeiter ihre Mitarbeitenden nicht in Sammelunterkünften unterbringen, äussert sich Ruedi Hadorn, Direkter des Schweizer Fleisch-Fachverbands SFF gegenüber der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».