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Umsatzrückgang bei Zuckerwaren

Umsatzrückgang bei Zuckerwaren
Nebst der Pandemie tragen regulatorische Rahmenbedingungen zu dieser Entwicklung bei.
Bild: Pixabay

Die Anzeichen, dass Schweizer Produkte zunehmend durch Exportprodukte ersetzt werden, mehren sich. Nicht nur die Pandemie ist dafür verantwortlich, sondern auch weitere regulatorische Rahmenbedingungen. Das bilanziert Biscosuisse.

Laut Biscosuisse, dem Verband der Hersteller von Schweizer Backwaren, Zuckerwaren und verwandten Nahrungsmitteln, hat sich der Dauerbackwaren- und Zuckerwarenbranche im laufenden Jahr der Rückgang des Exportgeschäfts beschleunigt. Der Importdruck habe jedoch weiterhin deutlich zugenommen. Ebenfalls für die Entwicklung verantwortlich seien die Swissness- und Grenzschutzregeln und Vorschriften mit Swiss Finish. Der Heimmarkt für Dauerbackwaren sei jedoch von der Entwicklung positiv geprägt.

Der Verband fordert rasche politische Massnahmen. Auf ein Mindestgrenzschutz für Zucker sei auf jeden Fall zu verzichten. Ausserdem seien Anpassungen im Lebensmittelrecht und in der Swissness-Regulierung nötig.

Nicht nur die Kombination von grenzgeschützten Preisen für verarbeitete Agrarrohstoffe zeige sich immer mehr als «Hemmnis» für den Produktionsstandort Schweiz, sondern auch der Administrationsaufwand, so Bisocuisse weiter. Schweizer Sondervorschriften wie beispielsweise die vom EU-Recht abweichende Deklaration der Zutatenherkunft würden ebenfalls für hohere Kosten sorgen. 

Umsatzrückgang im Export 

So verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2020 der Exportumsatz der industriellen Hersteller von Schweizer Zuckerwaren wie Bonbons, Dragées oder Früchtegelée im Exportgeschäft einen Rückgang von 11 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Bei den industriellen Herstellern von Schweizer Dauerbackwaren wie beispielsweise Biscuits oder Halbfabrikaten für die Gastronomie betrug das entsprechende Minus 8,5 Prozent. 

Der Umsatz der Inlandverkäufe der Schweizer Zuckerwarenhersteller ging in der gleichen Periode um knapp zehn Prozent zurück. Bei den Dauerbackwarenherstellern habe sich einzig der
Inlandumsatz mit einem Plus von 1,8 Prozent positiv entwickelt. Damit konnten die Schweizer Hersteller an der guten Entwicklung bei den Biscuits sowie bei den Apéro- und Salzgebäcken partizipieren. Gemäss ersten Anzeichen scheinen jedoch Hersteller ausländischer Produkte aber stärker von dieser Entwicklung zu profitieren.