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Vetropack errichtet neues Werk in Italien

In Boffalora sopra Ticino nahe Mailand baut Vetropack ein modernes Werk.
Bild: Vetropack

Die Vetropack-Gruppe investiert über 400 Mio. CHF in ein neues Werk für den italienischen Markt.

Voraussichtlich im zweiten Quartal 2023 geht die Produktion in Boffalora sopra Ticino bei Mailand an den Start. Der neue Standort bietet mehr Flexibilität in der Produktion bei höheren Kapazitäten und einem Fokus auf nachhaltige Prozesse.

Bereits seit 2015 gehört die italienische Tochtergesellschaft Vetropack Italia S.r.l. zur Unternehmensgruppe. Ihre Historie in der Glasherstellung reicht bis ins Jahr 1960 zurück. Da der bisherige Standort in Trezzano sul Naviglio den Zielen Vetropacks in puncto Qualität und Nachhaltigkeit langfristig nicht genügen kann, hat sich die Gruppe für den Neubau einer Produktion im etwa 25 Kilometern entfernten Boffalora sopra Ticino entschieden.

Der neue Fertigungsstandort entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik Reno De Medici und umfasst eine Fläche von 347’000 m2, davon 170’000 m2 für die eigentlichen Produktionsanlagen. Wie im alten Werk werden zunächst zwei Schmelzwannen in Betrieb genommen. Im Vergleich zum vorherigen Standort rechnet der Hersteller jedoch mit einer Steigerung der Produktionskapazität von rund 70 Prozent. Die Infrastruktur ist vollständig auf Kapazitätserweiterungen ausgelegt, da Vetropack mittelfristig von einer positiven Marktentwicklung in Italien und darüber hinaus ausgeht. Allen 301 Mitarbeitenden am bisherigen Standort wurde ein Transferangebot gemacht. Trotz erheblicher Steigerung der Produktionsmenge pro Mitarbeiter wird die Belegschaft dank höherer Kapazität sogar weiter wachsen – bereits seit 2020 werden neue und bestehende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die neuen Produktionsanlagen geschult.

Individuelle Kleinserien und Nachhaltigkeit

In Boffalora investiert Vetropack in leistungsfähige Technologien, die eine flexiblere und individuellere sowie ressourceneffizientere Produktion ermöglichen. «Dank moderner Anlagen und Prozesse können wir im neuen Glaswerk flexibler produzieren und die steigende Nachfrage nach hochwertigen Verpackungen auch in kleineren Umfängen – sogenannte semi-specials – besser bedienen», sagt Christoph Burgermeister, Projektleiter bei Vetropack. Gleichzeitig ist der Standort auf eine deutlich nachhaltigere Produktion ausgerichtet.

Eine Reihe konkreter Massnahmen verringert mögliche Umweltbelastungen spürbar: Schon beim Bau der neuen Anlage wird das Abbruchmaterial einer ehemaligen Papierfabrik am gleichen Standort verbaut. Zur Fertigung genutztes Wasser und die Abwärme der Hochöfen werden dank Kreislaufsystemen so weit möglich wiederverwendet, ausgestossene Emissionen mithilfe neuester Filteranlagen stark reduziert.