chevron_left
chevron_right

Zukunftsstrategie «nachhaltige Früchte»

Eine Weiterentwicklung der Schweizer Obstproduktion im Bereich Nachhaltigkeit ist offenbar nötig.
Bild: Matheus Cenali on Unsplash

Im Bereich Nachhaltigkeit bei Schweizer Früchten gibt es mehr als zehn verschiedene interne oder externe Konzepte, Labels, Projekte, Richtlinien und Weisungen. Der Schweizer Obstverband strebt einen nationalen Branchenstandard an, der für alle Marktteilnehmer gelten soll.

Im aktuellen Jahr haben beim Schweizer Obstverband (SOV) neben den Agrarinitiativen die Branchenlösung «Nachhaltigkeit Früchte» und die Entwicklung des Kompetenznetzwerk Obst und Beeren oberste Priorität. Eine Weiterentwicklung der Schweizer Obstproduktion im Bereich Nachhaltigkeit sei nötig und soll zusammen mit allen beteiligten Playern gestaltet werden. Aktuell gebe es viele unterschiedliche und unkoordinierte Konzepte, welche die Auswirkungen auf die Betriebe in technischer, qualitativer sowie finanzieller Natur unterschätzten. Im Februar haben sich Vertreter vom Verband des Schweizerischen Früchte-, Gemüse- und Kartoffelhandels (Swisscofel) sowie SOV-Vertreter darauf geeinigt, eine nationale Branchenlösung zu erarbeiten, um die Schweizer Obstproduktion zukünftig noch nachhaltiger zu gestalten. Eine gleichmässig zusammengesetzte Arbeitsgruppe soll nun die Anforderungen der wichtigsten Schweizer Früchteabnehmer prüfen und geeignete und umsetzbare Massnahmen unter ökologischen, sozialen und ökonomischen Gesichtspunkten in einen Branchenstandard überführen.

Daneben ist der SOV auch an der Entwicklung eines Kompetenznetzwerks Obst und Beeren. Das Kompetenznetzwerk soll den Grundstein für eine nationale, zukunftsausgerichtete und praxisnahe Forschung für den Schweizer Obst- und Beerenbau legen. Unter anderem sollen damit auch die Koordination und Vernetzung der Aktivitäten von Agroscope und weiteren Partnern zugunsten des Obst- und Beerenbaus verbessert werden und die Kommunikation zwischen allen Akteuren soll mehr Gewicht erhalten.