chevron_left
chevron_right

Neue Massstäbe für nachhaltige Landwirtschaft

Zu einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion zählen Ansätze des Biolandbaus, vor allem aber die Agrarökologie.
Bild: Thomas Gamstätter, Unsplash

Agroecology.science, das junge von Urs Niggli gegründete Institut für Agrarökologie, geht im Bereich nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft neue Wege.

Mit unabhängigen und auch unkonventionellen Konzepten stellen sich junge Wissenschaftlerinnen der Herausforderungen einer nachhaltigen und sicheren Lebensmittelversorgung für die Zukunft. Ein erstes Projekt wurde kürzlich vorgestellt.

Das vor eineinhalb Jahren gegründete Institut agroecology.science (ae.s) hat sich der unabhängigen Beratung und Forschung verschrieben. Eine Handvoll junger Wissenschaftlerinnen und Berater um Biopionier Urs Niggli setzt sich für neue Ansätze im Bereich der Land- und Ernährungswirtschaft ein. ae.s verfolgt ganzheitliche Lösungsansätze für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion. Dazu zählen Ansätze des Biolandbaus vor allem aber der Agrarökologie.

Menschen für die Landwirtschaft begeistern

Was das bedeuten kann, zeigt das ae.s-Team zusammen mit der Stiftung «Lebenswertes Liechtenstein» in Vaduz. Unter diversen Projekten erarbeitete agroecology.science ein Konzept, dass im Verbund mit Bauern, Konsumenten und der breiten Bevölkerung Themen der Nahrungsmittelproduktion ins Bewusstsein der Menschen rückt. Im Zentrum steht der dazu neu gegründete Verein Feldfreunde. Dieser fördert eine agrarökologisch-nachhaltige Ernährung und Landwirtschaft. Ziel ist es, den Menschen hinter Liechtensteins Lebensmittelproduktion ein Gesicht zu geben und so eine direkte Brücke zwischen Produktion und Konsum zu schlagen. Ebenfalls lanciert wird das Bionetz – ein Zusammenschluss von Landwirten, die eine standortangepasste Produktion fördern. Teil davon ist auch das «Liechtensteiner Weiderind» – ein Produktionssystem für agrarökologisches Weide-Rindfleisch.

Ein positives und mit persönlichen Erfahrungen besetzte Erlebnis beim Einkauf von Lebensmitteln, ist für die Projektverantwortlichen ein zentraler Schlüssel, um beim Konsumenten ein Bewusstsein und damit die Initialzündung für eine nachhaltige Landwirtschaft zu schaffen. Für ae.s-Präsident Urs Niggli ist unbestritten: «Eine nachhaltige Landwirtschaft ist nur möglich, wenn die Menschen sich nachhaltig ernähren». Dies ist auch eine der Kernmissionen des Uno-Welternährungsgipfels am 23. September, an dem Urs Niggli bei der wissenschaftlichen Vorbereitung mitwirkt.